Aktuelle Position: 

W E I S H E I T
weiter - Rundgang > Praktische Übungen zurück
Wäre nicht das Auge sonnenhaft,
die Sonne könnt es nie erblicken;
läg nicht in uns des Gottes eigne Kraft,
wie könnt uns göttliches entzücken.


Johann Wolfgang Goethe


Meine euch zum Denken auffordernden Gedanken dazu sind:
Versucht nicht die christliche Religion (andere kenne ich nicht so sehr) schon seit je her, das göttliche aus dem Menschen herauszunehmen. Und wieviele Menschen folgen dem Glauben, das Gott eine düstere, furchteinflößende und richtende Gewalt sei?
Der Gott oder das Göttliche, so wie ich es verstehe richtet nicht, straft nicht und schüchtert nicht ein außer wir selbst glauben das genau so. Sind wir es letztlich nicht selbst, die uns gegenseitig oder auch uns selbst richten und strafen?
Für die Kirche ist die Tendenz der Menschen das zu glauben ein prima Machtwerkzeug, um eben diese Menschen dazu zu bewegen das zu tun, was der Kirche dienlich ist. Denn was ist denn schon Sünde? Wenn ich jemand erzähle, was Sünde sei, will ich ihn dann nicht nur dahingehend manipulieren, genau das nicht zu tun, was ich als Sünde definiere. Und das die Bibel von verschiedenen Religionen verschieden ausgelegt wird, ist ja bekannt. Warum das wohl?
Außerdem - die vielen Glaubenskriege oder sog. Kreuzzüge geschahen alle im Namen dessen, was Sünde sei und was nicht.
Sollte das göttliche nicht einfach nur als das schöpferische Prinzip in jedem von uns verstanden werden, das alles zuläst, ohne zu werten, ohne zu richten? So wie die Sonne jeden Tag aufgeht und einfach alles geschehen lässt Tag, täglich ohne darüber zu richten, was gut und was böse ist.
Und genau so verstehe ich Goethes Anliegen?!

Aktuelle Position: 
weiter - Rundgang > Praktische Übungen zurück